Warum nicht die erstbeste Collage-App?
Viele Collage-Apps aus den Stores sind Werbe-Vehikel: Sie funktionieren gratis, setzen aber ein Wasserzeichen ins fertige Bild oder verlangen ein Abo, um es zu entfernen. Dabei brauchst du sie gar nicht — Handy und Rechner bringen alles mit, um eine saubere Collage ohne Logo zu bauen.
Auf dem Handy
- Android (Google Fotos): Google Fotos öffnen → oben oder im Menü „Collage" bzw. unter „Erstellen" → Fotos auswählen (meist bis zu sechs) → fertig, ohne Wasserzeichen. Layouts lassen sich antippen.
- iPhone: Es gibt in der Galerie den vorgefertigten Kurzbefehl „Foto-Raster" (Kurzbefehle-App), der markierte Fotos zu einem Raster zusammensetzt. Alternativ mehrere Fotos in eine Notiz oder Präsentation legen und das Ergebnis abfotografieren/exportieren.
Am Rechner: der unterschätzte Präsentations-Trick
Ein Weg, an den kaum jemand denkt: Präsentations- oder Textprogramme (PowerPoint, Keynote, Google Slides, LibreOffice Impress). Man legt eine Folie im gewünschten Format an, zieht die Bilder hinein, ordnet sie im Raster an — und exportiert die Folie als Bild oder PDF. Kein Spezialwerkzeug, volle Kontrolle über Position und Abstände, kein Wasserzeichen. Für eine quadratische Social-Media-Collage die Folie einfach auf 1:1 einstellen.
Das Raster macht den Unterschied
Ob die Collage professionell oder gebastelt wirkt, entscheidet die Anordnung:
- Gleiche Abstände zwischen allen Bildern — unregelmäßige Lücken wirken unruhig.
- Einheitliche Kacheln oder ein bewusst abgestuftes Layout (ein großes Bild plus kleinere) — nicht zufällig gemischt.
- Gleiche Seitenverhältnisse für ein sauberes Gitter. Dafür die Bilder vorher mit dem Zuschneide-Tool auf dasselbe Verhältnis bringen — sonst franst das Raster an den Rändern aus.
Wer es besonders stimmig will, gibt allen Bildern eine gemeinsame Farbstimmung — dasselbe Prinzip wie beim Moodboard.
Der Export
- Für Social Media: im Zielformat der Plattform exportieren (z. B. 1080 × 1080), als JPG Q85.
- Mit Text oder scharfen Trennlinien: als PNG, damit Kanten scharf bleiben.
- Zum Drucken: 300 dpi bei Zielgröße; für eine A4-Collage also entsprechend hochauflösend, am besten als PDF.
Falls die fertige Collage für den Upload zu groß ist, hilft anschließend das Kompressions-Tool — browser-lokal, ohne dass die Bilder den Rechner verlassen.
Häufige Fragen
Wie mache ich eine Collage ohne App?
Auf dem iPhone über die Kurzbefehle-App oder die Fotos-Funktionen, auf Android über Google Fotos (Menü → Collage). Am Rechner funktionieren Präsentations- oder Textprogramme (Bilder in ein Raster einfügen) oder browserbasierte Editoren. So umgeht man Werbe-Apps, die oft ein Wasserzeichen aufs Ergebnis setzen.
Wie vermeide ich das Wasserzeichen vieler Collage-Apps?
Indem man die kostenlosen Bordmittel oder werbefreie Browser-Tools nutzt statt der App-Store-Collage-Apps, die im Gratis-Modus häufig ein Logo ins Bild setzen. Google Fotos und die System-Werkzeuge arbeiten ohne Wasserzeichen.
Wie ordne ich die Bilder in einer Collage an?
Ein ruhiges Raster wirkt am besten: gleiche Abstände, gleiche oder bewusst abgestufte Kachelgrößen. Für ein sauberes Gitter sollten die Bilder auf einheitliche Seitenverhältnisse zugeschnitten sein, sonst franst das Raster aus.
In welcher Größe exportiere ich eine Collage?
Für Social Media im Zielformat der Plattform (z. B. 1080 × 1080). Zum Ausdrucken mit 300 dpi bei Zielgröße. Als PNG, wenn Text oder scharfe Trennlinien enthalten sind, sonst JPG in hoher Qualität.
Quellen
Google Fotos — Collagen erstellen · Apple — Kurzbefehle-Handbuch.